Am 03. April 2008 wird vor dem Amtsgericht Tiergarten der Prozess gegen eine Moderatorin eröffnet, die im Rahmen des Transgenialen CSD (TCSD) Kreuzberg-Friedrichshain 2007 auf der Bühne stand.
Im Jahr 2007 haben BeamtInnen der 23. Einsatzhundertschaft der Berliner Polizei den TCSD massiv schikaniert. Sie versuchten, Menschen einzuschüchtern und die Demonstration in ihrem Ablauf zu behindern. Es kam zu Festnahmen, Rangeleien, gewalttätigen Übergriffen und Anzeigen. Eine Anzeige wird jetzt einen Prozess zur Folge haben. Der Vorwurf lautet auf Vermummung der Moderation während der Demonstration. Wer schon mal eine CSD-Demo gesehen hat, weiß, wie absurd es ist, einer teilnehmenden Person Vermummung vorzuwerfen. Der Strafbefehl beläuft sich auf 300,- Euro, den wir als TCSD-Bündnis nicht akzeptieren.
Wir werden den Prozess nutzen, um Öffentlichkeit gegen Vermummungsverbot, staatliche Repression und homophobe Schikane durch PolizeibeamtInnen herzustellen.
Zum Hergang:
Eine Person, die an der Demonstration teilnahm, wurde von PolizeibeamtInnen entführt, weil sie einen BH im Gesicht trug. Der Busenhalter wurde beschlagnahmt. Aus Solidarität hatten sich die Moderatorinnen "Pony" und "Kleid" vermummelt mit mitgeführten Fetischmasken.
Mit freundlichen Grüßen
Prozessgruppe TCSD
weiter Informationen unter:
www.transgenialercsd.de
Kontakt:
tansgenial@ekit.com